Wie Präzision für eine bessere Isolierung sorgt

Wenn Sie Isolierglaseinheiten (IGUs) herstellen, wissen Sie bereits, dass der Abstandhalter weit mehr als nur ein Rahmen ist – er übernimmt das Feuchtigkeitsmanagement im Scheibenzwischenraum. Abstandhalter-Befüllstationen bohren den Rahmen an, befüllen ihn mit Trockenmittel und verschließen die Öffnungen (oft mit Butyl), damit die Isolierglaseinheit über Jahre hinweg klar bleibt. Moderne Stationen können von der Rückseite des Abstandhalters bohren, beide vertikalen Schenkel gleichzeitig befüllen, den Füllstand mit Sensoren überwachen und überschüssiges Trockenmittel absaugen, um einen sauberen und gleichmäßigen Prozess sicherzustellen. Viele Anlagen verarbeiten zudem verschiedene Abstandhaltermaterialien (Aluminium, Stahl, Edelstahl und Kunststoffe) sowie gebogene oder gekrümmte Rahmen.

Manuelle Ausführung – hohe Flexibilität mit intelligenter Unterstützung

Eine manuelle Befüllstation übernimmt die wesentlichen Arbeitsschritte automatisch (Bohren, Befüllen, Verschließen), während der Bediener den Rahmen in der Regel einhängt und die Arbeitshöhe einstellt. Sie eignet sich ideal für gemischte Aufträge und kleinere Teams:

  • Gleichzeitiges Bohren, Befüllen und Verschließen von zwei Rahmenschenkeln
  • Sensorüberwachte Kontrolle des Befüllvorgangs für einen optimalen Füllgrad
  • Zuführung des Trockenmittels über 200-Liter-Big-Bags
  • Absaugung überschüssiger Trockenmittelkörner
  • Automatisches Verschließen der Befüllöffnungen mit Butyl
  • Pneumatisch stufenlos verstellbare Zuführeinheit

Ideal für: Produktionsumgebungen mit wechselnden Aufträgen, dem Wunsch nach einfacher Bedienung und einer kosteneffizienten Lösung, die die Prozesse Bohren, Befüllen und Verschließen automatisiert.

Automatische Stationen – gleichbleibende Qualität bei hoher Liniengeschwindigkeit

Automatische Stationen sind eng in die Isolierglaslinie integriert, um Taktzeiten und Personalaufwand zu reduzieren:

  • Parallele Prozesse für höhere Geschwindigkeit: Bohren, Befüllen und Transport können gleichzeitig erfolgen, wodurch kurze Taktzeiten erreicht und ein kontinuierlicher Materialfluss gewährleistet werden.
  • Qualität durch Prozesssicherheit: Die sensorüberwachte Befüllung stellt den korrekten Füllgrad sicher. Überschüssiges Trockenmittel wird abgesaugt und die Öffnungen automatisch verschlossen – sauber, wiederholbar und zuverlässig.
  • Ausgelegt für vielfältige Anwendungen: Viele Systeme verarbeiten gebogene oder gekrümmte Rahmen sowie unterschiedliche Abstandhaltermaterialien problemlos. Die Versorgung mit Trockenmittel über Fässer oder Big-Bag-Systeme reduziert Nachfüllvorgänge.

Ideal für: Hersteller, die maximale Anlagenverfügbarkeit, gleichbleibende Qualität und hohe Produktionsleistungen anstreben und die Abstandhalterbefüllung vollständig mit einer automatisierten Isolierglaslinie synchronisieren möchten.

Fazit

Sowohl manuelle als auch automatische Technologien zur Abstandhalterbefüllung ermöglichen eine saubere und präzise Dosierung des Trockenmittels. Manuelle Stationen überzeugen durch ihre Flexibilität und geringere Investitionskosten, während automatische Systeme die kürzesten Taktzeiten und einen besonders konstanten, automatisierten Produktionsablauf ermöglichen. Die richtige Wahl hängt von Ihrem Durchsatz, Ihrem Produktmix und dem gewünschten Integrationsgrad in Ihre Produktionslinie ab.